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Amerikanischer Ureinwohner

Amerikanischer Ureinwohner Navigationsmenü

Ein nordamerikanischer Indianer des Stammes Wolf-Crow, um ca. Als Indianer Nordamerikas werden üblicherweise die indigenen Völker des Kontinentes. Begrifflich geschah dies durchaus auch unter prinzipieller Beibehaltung des Indianerbegriffs, wie an der. In der Folge veranstaltete die US-Armee grausame Hetzjagden auf Indianer in ganz Amerika. Aus Rache für Custer mussten Tausende Ureinwohner in blutigen​. Indianer sind nicht mehr nur ländlich. Sie gehen elegant und würdig auf Asphalt. «Dass amerikanische Ureinwohner über beachtliche Vermögen. Aus den Genomen von fast amerikanischen Ureinwohnern aus der Zeit vor Kolumbus haben Forscher die bislang detaillierteste.

Amerikanischer Ureinwohner

Red Cloud – Wikipedia Menschliche Figuren, Amerikanische Geschichte, Bilder Amerikanische Indianer, Geschichte Der Amerikanischen Ureinwohner. „Die Frage, woher genau die Vorfahren der amerikanischen Ureinwohner stammten, ist heiß umstritten. Vermutet wurde ihr Ursprung bereits in. Many translated example sentences containing "amerikanische Ureinwohner" – English-German dictionary and search engine for English translations.

Dabei verbündet sich der verarmte, auch nichtindigene Landraum zunehmend gegen die zentralistischen Hauptstädte Lima und La Paz.

Gut ausgebildete Indios, wie Alberto Pizango , der 1. Ganz anders ist die Situation in denjenigen Staaten Südamerikas, in denen die Indios zu einer kleinen Minderheit geworden sind, wie in Brasilien.

Die Landenteignung wird dort, wenn auch eher von Unternehmen auf der Suche nach Bodenschätzen und von Grundbesitzern, fortgesetzt, wie etwa gegen die Makuxi im Norden oder die Guarani im Süden.

März der Oberste Gerichtshof feststellte. Das Reservat nahe der Grenze zu Guyana war zwar durch Präsident da Silva den Indios zugesprochen worden, doch habe die Regierung nicht einmal eingegriffen, als es zu Kämpfen kam.

Sie wollen die Zerstörung des Regenwalds über Google Earth sichtbar machen und ihr Gebiet überwachen. Jahrhunderts Bauten in den westlichen USA taten.

Sie verhinderten die Lachswanderungen und entzogen damit den davon abhängigen Stämmen die Lebensgrundlage. Besonders ungünstig ist die Situation bei den weltweit rund isolierten indigenen Gruppen , die von jedem weiteren Kontakt verschont werden sollen, weil sie ansonsten den ihnen unbekannten Krankheiten zum Opfer fallen würden.

In der Ethnologie wird vor allem für Nordamerika, seltener für Mittel- und Südamerika eine grobe Einteilung der indigenen Kulturen nach sogenannten Kulturarealen vorgenommen, in denen Ethnien mit ähnlichen kulturhistorischen Merkmalen zusammengefasst werden siehe auch: Nordamerikanische Kulturareale und Kulturen der indigenen Völker Südamerikas.

Doch in den letzten Jahren wurden die ältesten Schriften in die Zeit um v. Der sogenannte Cascajal-Stein aus dem frühen 1. Jahrtausend v.

Er belegt, dass die Olmeken, möglicherweise als erste, ein Schriftsystem entwickelt haben. Unter den Prärieindianern existierten Chroniken , die graphische Symbole für wichtige Ereignisse verwendeten.

Ohne mündlichen Kommentar waren diese Chroniken nicht verständlich. Die mündliche Überlieferung war jedoch in der Lage Jahrhunderte und teilweise Jahrtausende zurückliegende Ereignisse zu bewahren.

Eine weitere Memoriertechnik ist die Errichtung von Erinnerungsmalen, wie etwa von Totempfählen , die an der Nordwestküste für bedeutende Verstorbene aufgestellt wurden.

Schon früh entwickelten Missionare Schriften, die die Laute der Indianersprachen angemessener wiedergeben sollten, als es die begrenzten Möglichkeiten der lateinischen und kyrillischen Zeichen ermöglichen.

Hinzu kamen eigenständige Entwicklungen, wie das von Sequoyah ab entwickelte Cherokee-Alphabet. Heute besitzen zahlreiche Stämme, wie die Cree, eine eigene Schrift.

Im Gegensatz zu den Erzählungen der mündlichen Kultur basiert die literarische Produktion ganz überwiegend auf den Kolonialsprachen, die paradoxerweise zu den hauptsächlichen, innerindianischen Kommunikationsmedien geworden sind.

Neben dem Hauptstrom der Literatur repräsentiert die native literature die Tradition der ethnischen Gruppen Nordamerikas.

Die im Jahrhundert einsetzende schriftliche Überlieferung durch Übersetzung ins Englische bzw. Französische wirkte jedoch durch christlich-moralische Vorbehalte und Missverständnisse verzerrend.

Zudem sind zahlreiche Geschichten im Besitz von Abstammungslinien und dürfen nur in bestimmten rituellen Zusammenhängen erzählt werden. Der überwiegende Teil von ihnen ist weder öffentlich zugänglich noch übersetzt.

Die selbstständige literarische Tradition reicht mindestens bis in das frühe Der Kiowa N. An Indian Manifesto. Eine wesentliche Rolle spielte zudem die Rückgewinnung der kulturellen Autonomie nach den Verboten zentraler Traditionen, wie des Potlatch George Clutesi: Potlatch , Mesoamerika, die Region mit einer weit zurückreichenden Schrifttradition, nahm sowohl spanische als auch Mayatraditionen auf, wie sie sich etwa in den Inschriften des Herrschers von Palenque , K'inich Janaab' Pakal — , im Tempel der Inschriften erhalten haben.

Jahrhundert auf der Innenseite bearbeiteter Baumrinde, vor allem von der Feigenart Ficus glabrata, geschrieben wurden. Unter ihnen gilt der Codex Dresdensis 1.

Hälfte Jahrhundert als wichtigster. Dennoch hat sich hier wie bei den Azteken , wo in der Kolonialphase rund von ihnen entstanden und heute noch zumindest in Teilen existieren, eine Tradition der Codex-Herstellung gehalten.

Die Codices der Azteken enthalten meist keine Schriftzeichen, bzw. In dieser Sprache verfassten Missionare erste Grammatiken und Wörterbücher.

Von beiden kulturellen Wurzeln geprägt waren bereits die Historien- und Prophetienbücher Chilam Balam. Im stärker rituellen Vollzug von mündlichem Textvortrag spielte der Gesang eine andere Rolle als in Europa.

Im Jahrhundert wurden 91 aztekische Lieder in den Cantares Mexicanos aufgezeichnet, womit rund die Hälfte der Liedtexte überliefert worden ist.

Die Vermischung spanischer und indianischer Traditionen wird als mestizaje bezeichnet. Ähnlich wie in Nordamerika schuf sich Mexiko ein literarisches Bild des Indianers, das ähnlichen Wandlungen unterworfen war.

Im Süden des Kontinents bestand keine so weit zurückreichende literarisch-piktographische Tradition, wie sie in Mesoamerika bestand.

Zwar gab es die quipu, ein Memoriermittel aus Knoten, das Kundige der Knotenschnüre, Quipucamayos, beherrschten, doch bleibt der Zweck der Schnüre unklar.

Dennoch wirkten mündliche Traditionen und das Fortbestehen indigener Traditionen stark auf die schriftlich-literarische Entwicklung ein.

Er stammte von Quechua ab und war bei ihnen aufgewachsen. Als Völkerkundler veröffentlichte er das Waruchiri-Manuskript aus dem Jahrhundert auf Spanisch, womit er es, obwohl fehlerhaft, einem breiteren Publikum bekannt machte — es war bereits von Hermann Trimborn ins Deutsche übersetzt worden.

Es gilt als wichtigstes Denkmal der frühkolonialen Quechua-Literatur. Zu dieser Zeit war die von Vizekönig Toledo angeordnete Einrichtung von Reduktionen, also die Konzentrierung und Neuansiedlung der Indianer, bereits durchgeführt.

Das Stück entstand also in einer Zeit, in der sich indianische und spanische Traditionen schon stark überlagerten.

Eine der Überlieferungen aus Quechua-Feder, die von El Inca Garcilaso de la Vega stammenden Comentarios reales de los incas weisen, trotz jahrzehntelangem Gebrauch des Spanischen noch hohe Kompetenz in der Muttersprache des Verfassers auf.

Apu Ollantay , ein Drama wohl aus dem Jahrhundert, das von der verbotenen Liebe des namengebenden Inkagenerals zur Inkaprinzessin Kusiquyllurs handelt, erfreute sich besonders während der Unabhängigkeitsbewegungen erheblicher Beliebtheit.

Inzwischen ist Quechua zu einer selbstständigen literarischen Sprache geworden — Aymara weniger —, in die mehr und mehr übersetzt wird.

Entsprechend der Wechselwirkung von natürlicher Umgebung und kultureller Entwicklung waren die Traditionen extrem verschieden. Während die Monumentalkulturen zwischen Mississippi und Anden vielfach Stein und Lehm als Ausgangsmaterial benutzten, bevorzugten die waldreichen Regionen des Nordens Holz und andere organische Materialien.

Heute wächst die bildende indianische Kunst in einem expandierenden Kunstmarkt mit. So sind Werke traditioneller Schnitzkunst, wie die Totempfähle der pazifischen Küstenkulturen zu Sammelobjekten geworden.

Spätestens im Jahrhundert begann der Tauschhandel mit Werken für Reisende, wie beispielsweise Mokassins oder kleine Schnitzwerke.

Noch heute wird diese Kunst in allen Qualitätsstufen angeboten. Traditionelle Kunst deckt dabei oft die Erwartungen von Kunst ab, die an sie herangetragen werden, versucht aber zugleich einen Kompromiss zwischen den Traditionen.

Sie dient vielfach einer Werkproduktion, die nicht als Kunst aufgefasst wird, sondern rituellen, oftmals verborgenen Zwecken dient. Neben zeitgenössischen Einflüssen verarbeiteten sie piktographische Traditionen der Algonkin und Petroglyphen des kanadischen Schilds.

Die Objekte waren jedoch keine Kunstproduktion im westlichen Sinne, und nicht für einen Markt bestimmt. Das änderte sich ab den er Jahren, als die natürlichen Lebensgrundlagen der Indianer zunehmend zerstört wurden.

Edmonia Lewis ca. Die künstlerisch-rituellen Traditionen Mittel- und Südamerikas übernahmen schon früh neue Materialien, die die Kolonisatoren einführten.

Erheblich weiter lassen sich die Künste der Metall- und Steinbearbeitung zurückverfolgen. An Metallen wurden vor allem Gold und Kupfer verarbeitet.

Zahlreiche Relikte zeugen von der Kunstfertigkeit, auch wenn viele Werke durch Spanier, die nur am Gold interessiert waren und die symbolgeladenen Artefakte von sich wiesen, eingeschmolzen wurden.

Systematische Musiksammlungen begannen im Norden erst um Doch erst der Anthropologin und Tänzerin Gertrude Prokosch Kurath — gelang es, ein Notationssystem für die Irokesentänze zu entwickeln.

Man untersuchte sowohl die traditionelle als auch die von den Blood adaptierte Country- und Westernmusik sowie christliche Hymnen.

Erst ab den er Jahren begannen die First Nations die Forschungen selbst zu betreiben. Grundsätzlich steht das Singen im Vordergrund, Instrumente bilden eine rhythmische Begleitung.

Dabei ist der Gesang im Norden, vor allem östlich der Rocky Mountains, dominanter, im Süden stärker zurückgenommen. Im Norden entwickelte sich an der Nordwestküste eine komplexe rituelle Musikkultur mit umfangreichen Tanzritualen und langen Texten, die auswendig gelernt wurden.

Bei den Navajo wurde Gesang auch zur Heilung eingesetzt. Musik war niemals eine Tätigkeit für sich, sondern stark in soziale Handlungsrahmen eingebunden.

Die Musik der Prärien ist am besten erforscht, und sie ist bei den weit verbreiteten Powwows geläufig.

Über die vorspanische Musik Südamerikas ist wenig bekannt. Besonders in Patagonien wurde polyphoner Gesang entwickelt. In Brasilien und den angrenzenden Tropenwaldgebieten existiert noch traditionelle Musik mit Gesang, Flöte und Perkussion.

Die ethnischen Religionen Amerikas beruhten in der überwiegenden Zahl in der Vorstellung einer Allbeseeltheit der Naturerscheinungen Animismus.

In den Hochkulturen fand sich eine Priesterherrschaft Theokratie , die sich zwischen Mississippi und den Anden in riesigen Bauwerken manifestierte.

Hier entstanden auch Priesterschulen, während die Ausbildung zu Medizinmännern durch Ältere geschah, aber auch in Geheimgesellschaften , die ihr Wissen an ihre Mitglieder weitergaben.

Schöpfungsmythen und die kollektive Erinnerung an einen häufig aus dem Tierreich stammenden gemeinsamen Vorfahren waren häufig sowie manchmal der Glaube an einen Schöpfergott der jedoch zumeist keinen Einfluss mehr auf die Menschen hatte.

Die Hochkulturen entwickelten komplexe öffentliche Rituale, an denen Tausende von Menschen teilnahmen. Die Initiation und Ausbildung war häufig Aufgabe der Älteren, bei Geisterbeschwörern und Medizinleuten geschah dies vielfach durch spontane Visionen.

In den Schriftkulturen der Maya und Azteken wurden Rituale schriftlich festgehalten, die religiösen Gehalte symbolisch aufgezeichnet.

Dementsprechend förderte die Krone die Mission in ganz Lateinamerika und nutzte die Kirche zugleich, um die Granden unter Kontrolle zu halten, und um ein Eindringen der reformatorischen Kräfte in die Kolonien zu verhindern.

Dies stärkte die Orden auch weiter im Norden, wo sie zugleich, vor allem die Jesuiten, für Frankreich tätig waren.

Dabei verbanden sich Missionare vielfach mit den Kaziken, den jeweiligen Eliten, und die Jesuiten überantworteten ihnen sogar militärische Führungsaufgaben.

Überdies war ihnen das Bestreben zur Bekehrung vollkommen fremd und unverständlich. Das Christentum wurde daher im Norden zumeist erst nach verheerenden Epidemien oder kultureller Entwurzelung als eine Form der spirituellen Heilung angenommen.

Bei der Missionierung spielten zunächst die Jesuiten eine Hauptrolle, im Jahrhundert die Oblaten. Wenige protestantische Gruppen, wie Methodisten und Baptisten missionierten im englischsprachigen Teil Amerikas, hinzu kamen russisch-orthodoxe Missionare in Alaska.

Daher sind die Indianer heute überwiegend katholisch, bilden im Nordwesten allerdings einen konfessionellen Flickenteppich. Dort entwickelten sich, wie in Lateinamerika, eklektische Formen, wie die Indian Shaker Church , oder, wie in Peru, Gruppierungen, die die Erinnerung an die Inkas wachhielten.

Oktober zur Fortsetzung des Kastenkrieges gegen die mexikanische Regierung aufforderte. Zahlreiche Züge der voreuropäischen Spiritualität haben sich erhalten oder sind wiederbelebt und weiterentwickelt worden.

Dabei werden viele Rituale nach wie vor nur innerhalb begrenzter Gruppen oder von Geheimgesellschaften geübt. Das gilt etwa für den Sonnentanz der Präriekulturen oder die Medizinbünde der Irokesen.

Zur Aufzeichnung komplexer Vorgänge oder historischer Ereignisse benutzten oftmals geheime Gesellschaften der Algonkinstämme mindestens seit dem Jahrhundert Birkenrinde, auf der verschlüsselt spirituell bedeutsames Wissen eingeritzt wurde.

Die Regierungen Nordamerikas haben Institutionen ausgebildet, die für die Belange der Indianer zuständig sind, die aber oftmals aus den Kriegsministerien hervorgegangen sind.

Sie ist das Sprachrohr aller First Nations, führt Prozesse und betätigt sich inzwischen über die Staatsgrenzen hinaus, etwa bei den Vereinten Nationen , wenn es um Menschenrechtsfragen geht.

Stammesräte, die manchmal nur wenige, manchmal mehrere Dutzend Stämme vertreten, hüten Archive , führen Vertragsverhandlungen und bilden meist eine Vertretung der sich sprachlich-kulturell nahestehenden Stämme gegenüber der Regierung.

Unterhalb dieser Ebene liegen zwei Systeme im Widerstreit, nämlich das von der Regierung vorgeschriebene System gewählter Häuptlinge und ihrer Berater einerseits, und das der traditionellen Häuptlinge.

Bei vielen Stämmen beherrschen die von der Regierung geförderten Wahlhäuptlinge die Stammesräte, die wiederum zahlreiche politisch und wirtschaftlich bedeutende Positionen vergeben.

Dazu kommen die jungen Erwachsenen und die Kinder, deren Zahl schnell wächst, die aber weder in der einen noch in der anderen Gruppe ausreichend vertreten sind.

Auch der Anteil der städtischen Bevölkerung nimmt stetig zu. Die sozialen Probleme, wie Armut, Krankheiten, Alkohol- und Drogenprobleme, das Auseinanderbrechen von familiären Strukturen, sowie die Bedrohung der Subsistenzwirtschaft durch Einschränkungen des Fisch- und Jagdrechts, dazu ökologische Probleme und die Folgen zahlreicher Zwangsumsiedlungen treffen diese Gruppen besonders hart.

Indianische Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren bringen sich dreimal so häufig um wie ihre amerikanischen Altersgenossen [77] Zugleich nimmt die Gewalt von Gangs in manchen Reservaten deutlich zu.

Seit langem gibt es Bemühungen wirtschaftlicher und kultureller Erholung. Letztere kreist zum einen um die Sprache und die Rituale, bei einigen Stämmen um die Wiederherstellung der überlieferten Gesellschaftssysteme.

Danach wurde die FUNAI fast bedeutungslos und das Justizministerium kontrolliert seit die zuletzt aktualisierte Gesetzgebung. Man unterscheidet dabei bekannte Sprachen und unterstützt nach Jahrhunderten der Assimilation die Unterschiedlichkeit.

Organisationen wie der Koordinator der indigenen Völker des Amazonasbeckens [82] und der Indian Council of South America versuchen länderübergreifend die Rechte der Indianer zu stärken, ähnlich wie der International Indian Treaty Council für ganz Amerika.

Auch in den Staaten, in denen die Indios eine kleine Minderheit darstellen, wie in Kolumbien, versuchen sie ihr Land gegen Privatisierung, etwa durch Rohstoffunternehmen, zu schützen.

Am August stimmte der peruanische Kongress einer Gesetzesvorlage zu, die die Konsultation der regionalen indigenen Gruppe zwingend vorschreibt, wenn ein Unternehmen die dortigen Rohstoffe abbauen oder Holz einschlagen will.

Jagd und Fischerei dienen vielfach dem Lebensunterhalt, doch ist der kommerzielle Fang nur eingeschränkt möglich.

Viele Fischbestände sind rückläufig und die Regierungen neigen dazu, den kommerziellen Fischfang zu bevorzugen, der den Indianern häufig verboten ist.

In Südamerika werden für Biodiesel erhebliche Waldbestände vernichtet, so dass etwa Guarani in Paraguay zwangsweise umgesiedelt wurden.

Steil ansteigende Rohstoffpreise von bis schürten vorhandene Konflikte, und so wuchs der Druck auf die Stämme, Abbaugenehmigungen zu erteilen.

Die natürliche Umgebung ist aber Voraussetzung für den Erhalt der kulturellen Vielfalt, die die indianischen Kulturen kennzeichnet.

Neben den traditionellen Wirtschaftsweisen, der Überlassung von Land an Rohstoff- und Energieunternehmen und der Tatsache, dass die Indianer versuchen, ihre ländliche Wirtschaftsbasis durch Holzeinschlag, Gewinnung von Wasserkraft , Wind- und Sonnenenergie , Rohstoffabbau, Tourismus, Kunsthandwerk und Landwirtschaft zu nutzen, wachsen zwei Bereiche in Nordamerika besonders schnell: Glücksspiel und Wirtschaftskontakte mit anderen indigenen Völkern.

In Meso- und Südamerika ist die Landwirtschaft, die dort ihre historischen Wurzeln hat, viel stärker in indianischen Händen als im Norden.

Indio ist in vielen Gegenden geradezu zum Synonym für Campesino , Landbewohner, geworden, wobei die Subsistenzwirtschaft vielfach überwiegt.

Tausende von Kartoffelsorten repräsentieren beispielsweise beinahe die gesamte Sortenvielfalt der Welt. Von den USA seit ausgehend spielen Kasinos eine zunehmende Rolle, die sich immer mehr zu touristischen und Entertainment-Unternehmen entwickeln.

In Kanada und den USA bieten Fernseh- und Radiostationen Sendezeiten in den lokalen Indianersprachen, besonders wichtig ist inzwischen allerdings das Internet geworden.

Die ländlich lebenden Indigenen stehen dabei erheblichen Problemen gegenüber. Nachdem die Internatssysteme in den englischsprachigen Staaten des Nordens seit den er Jahren aufgelöst worden waren, übernahmen vielfach indianische Gruppen selbst die Schulen.

Auffällig ist, dass der Anteil der Schüler, die einen höheren Bildungsabschluss erreichen, im Vergleich zur übrigen Bevölkerung erheblich niedriger ist.

In Lateinamerika ist die Situation der ländlichen Gegenden in dieser Hinsicht noch ungünstiger, zumal wenn sie, wie in den Anden, sehr isoliert sind.

Zudem ist die Art der Ausbildung und Bildung, wie sie von den Städten ausgeht, nur bedingt auf ländliche oder gar indianisch-traditionelle Lebensweisen übertragbar.

Hinzu kommt, dass die Bildungssprachen zugleich die Kolonialsprachen sind. Daneben unterrichten zahlreiche Colleges verschiedene Aspekte der indigenen Kulturen, viele arbeiten mit Forschungsinstituten, Museen, Universitäten und privaten Unternehmen, vor allem im archäologischen Bereich zusammen.

Schon die einfachste Erfassung von Aussagen über Bildung, wie bei der Frage der Lesefähigkeit , bereitet enorme methodologische Probleme. Seit wird in Bolivien interkulturell und zweisprachig unterrichtet, [93] Anfang erhielten rund 1,2 Millionen Schüler staatliche Hilfen.

Die Diskussion um die kulturell angemessene und von den Gruppen selbst bestimmten Bildungswege, -mittel- und -inhalte steht auf staatlicher Ebene erst am Anfang.

Weitergeleitet von Amerikanische Ureinwohner. Troy W. Davis, Jon M. Erlandson, Gerrit L. Each knows the pressure to assimilate to other cultural patterns, and the pain of loss that has been handed down across the generations of people since contact … So it is that coming from such diverse cultures, we can join together to say, we are one.

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Sie bringen ihre Söhne im Gewande herbei und tragen deine Töchter auf der Schulter. Eine Karte der Indiogebiete findet sich hier Memento vom Juli im Internet Archive , auf Englisch Memento vom Juli im Internet Archive , auf Portugiesisch Memento vom Juli im Internet Archive , Französisch Memento vom August im Internet Archive und entsteht gerade auf Niederländisch Memento vom September Memento vom 5.

Website des Aboriginal Peoples Television Network. Namensräume Artikel Diskussion. Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte.

Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Commons Wikiquote Wikisource. Rund bewaffnete Indianer protestierten so gegen die korrupte Stammesregierung unter Richard Wilson.

Die Besetzung dauerte 71 Tage. Er gewann kontinuierlich an Einfluss. Vereinte er rund 2. Ihr Ziel ist es, die Traditionen der Indianer zu bewahren und deren Selbstbestimmungsrecht zu erlangen.

So entstand die Organisation Incomindios Schweiz , die indigenen Vertretern unter anderem ermöglicht, jährlich während einer Woche in Genf an der UNO ihre Probleme zu schildern und ihre Forderungen zu stellen.

Auch im Jahrhundert kämpfen einige indianische Gruppen um ihre Rechte von Norden nach Süden :. Die Indianerpolitik der Vereinigten Staaten war bis zur Mitte der er Jahre stark auf kulturelle Anpassung und Eingliederung ausgerichtet.

Sie dürfen sowohl in zivilrechtlicher wie auch in strafrechtlicher Hinsicht Gesetze und Bestimmungen erlassen, Konzessionen erteilen oder Menschen aus ihrem Hoheitsgebiet ausweisen.

Für die Verwaltung von Die Zahl der anerkannten Indianer wächst schnell; der Anteil der in Städten lebenden Indianer noch schneller. Heute haben acht von zehn Personen mit indianischer Abstammung auch nicht-indianische Vorfahren und Ausgrenzungen und Benachteiligungen gehören weitgehend der Vergangenheit an.

Weitere 1,6 Millionen gaben an, teilweise indianischer Abstammung zu sein. Die US-Indianer besitzen rund Diese Zahl ist aufgrund von Landstreitigkeiten umstritten.

Allerdings definiert jeder Stamm seine Mitglieder unterschiedlich. Die Cherokee handhaben ihre Mitgliedschaft wesentlich einfacher.

Um als Cherokee zu gelten, muss man belegen können, dass ein Vorfahre auf der Dawes-Liste geführt ist. Die Dawes-Liste entstand von bis und registrierte alle Indianer der fünf zivilisierten Nationen.

Etliche kleinere Stämme kämpfen um ihre Anerkennung als solche. Um als Indianer-Stamm anerkannt zu werden, müssen die Antragsteller ihre indianische Herkunft über viele Generationen nachweisen.

Dies ist oft schwierig bis unmöglich. Im Bundesstaat Virginia beispielsweise wurden Anfang des In South Carolina erhielten am Februar die Pee Dee und die Waccamaw die staatliche Anerkennung.

So waren indianische Gemeinschaften von der Bundesregierung anerkannt, dazu kommen rund 70 Gruppen, die von Einzelstaaten anerkannt wurden. Dabei ging es um eine eingereichte Sammelklage, die der Regierung vorwarf, sie habe die Indianer um Milliarden-Zahlungen aus Treuhänderfonds geprellt.

Das Geld kommt 41 Indianerstämmen zugute. Die Ureinwohner hatten der Regierung Misswirtschaft bei der Verwaltung von Stammesgeldern und der Einnahmen aus der Nutzung ihrer Gebiete vorgeworfen, etwa aus dem Öl- und Gasgeschäft oder den Weiderechten.

In anderen Fällen wird noch verhandelt. Mit dem Vergleich seien historische Rechtsstreitigkeiten fair und ehrenhaft gelöst worden, sagte Justizminister Eric Holder.

Eine gemeinsame Erklärung von Justiz- und Innenministerium spricht von einem Meilenstein in der Verbesserung der Beziehungen zu den Ureinwohnern.

Die Arbeitslosigkeit ist hoch, das Gesundheitswesen schlecht und der Alkoholismus weit verbreitet. In jüngster Vergangenheit verbesserte sich die Situation in jenen Reservaten erheblich, die mit eigenen Kasinos Millionenbeträge einspielten.

Andere Stämme lehnen Kasinos mit dem Argument ab, diese würden ihre Kultur zerstören. Dazu kam ein deutlicher Anstieg in der Zahl der Arbeitsplätze in den Reservaten, zu erheblichen Teilen in vom jeweiligen Stamm geführten Unternehmen.

In Kanada wohnten Rund zwei Drittel der kanadischen Reservate befinden sich in abgelegenem Gebiet, beinahe ohne Arbeitsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Reservate als auch in den umliegenden Regionen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag in den Reservaten um mehr als sechs Jahre niedriger als in Gesamtkanada.

Ähnlich sah es bei den Tuberkuloseerkrankungen aus: In den Reservaten kamen im Jahr 34 Tuberkulose-Fälle auf In vielen Reservaten dürfen keine alkoholischen Getränke verkauft werden.

Besonders durch die Terminationspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die indianische Bevölkerung in den Städten sprunghaft zu. Die am stärksten bevorzugten Städte waren zum einen Riesenstädte wie Los Angeles mit Die von den Vereinigten Staaten staatlich geförderte Umsiedlung in Städte hatte offiziell den Zweck, die Arbeitslosenquote in den Reservaten zu verringern.

Dieses Ziel wurde nicht annähernd erreicht. Abgenommen hat dafür die Arbeitslosenquote der indianischen Bevölkerung in den Städten. Dies ging mit einer Verbesserung der Ausbildung einher.

Gegenüber den Reservaten lag das Lohnniveau in den Städten höher. Damit lag das Einkommen der städtischen Indianer ungefähr auf dem Niveau desjenigen der Afroamerikaner.

Ebenfalls niedriger als in den Reservaten ist die Sterblichkeitsrate, dies vor allem dank einer besseren gesundheitlichen Versorgung.

Markant ist auch die geringere Kinderzahl pro Frau in den Städten. Hatte um eine Frau in den Reservaten durchschnittlich 5,3 Kinder, waren es zur selben Zeit in der Stadt nur 3,7 Kinder.

Zu Beginn der Terminationspolitik kehrten rund drei Viertel aller Umsiedler in die Reservate zurück, später nur noch etwa die Hälfte.

Für eine Rückkehr sprechen vor allem persönliche und ökonomische Gründe. Obwohl städtische Indianer wohl ebenso mittellos sind, wie die in Ghettos lebenden Schwarzen, gibt es keine eigentlichen Indianerghettos.

Vielmehr leben die Indianer über die ganze Stadt verteilt, wie in Seattle, oder sind in einem Gebiet im Herzen der Stadt angesiedelt, wie dies in Minneapolis der Fall ist.

Dort ist das Indianerviertel zwar als Red Ghetto bekannt, ist allerdings nicht mit den schwarzen Ghettos vergleichbar, die meist am Stadtrand liegen.

Unabhängig davon, wie die Verteilung der Indianer in den Städten aussieht, den allermeisten städtischen Indianern ist das Wohnen in ärmeren Stadtvierteln gemein.

In Kanada werden die Indianervölker als First Nations bezeichnet. Nicht zu ihnen zählen die Inuit , deren Sprache, das Inuktitut mit Der Zensus von ergab eine Zahl von rund Die kanadischen Indigenen sprechen mehr als 50 Sprachen.

Die First Nations verteilen sich auf anerkannte Gruppen, davon allein in British Columbia , dazu viele Gruppen, die nicht anerkannt sind.

Am verbreitetsten sind die Sprachen der Anishinabe und Cree , die zusammen von Es folgen die Mi'kmaq mit etwa 8. Da der Anteil von Indianern, die einen Hochschulabschluss haben, wesentlich niedriger ist als bei anderen Gruppen der Bevölkerung, richteten sie im Jahre die First Nations University of Canada in Regina , Saskatchewan ein.

Als Christoph Columbus Amerika bereiste, lebten im Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten etwa indianische Ethnien mit rund verschiedenen Sprachen.

Die meisten Gruppen umfassten nur einige hundert. Im Trotzdem kam es immer wieder zu Aufteilungen. Die jeweilige autoritäre Führungskraft war abhängig vom ihr entgegengebrachten Respekt.

Die Mitglieder eines Stammes konnten nicht gezwungen werden zu bleiben. Dieses System stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem Volk.

Die meisten nordamerikanischen Indianerstämme hatten ihre klar voneinander abgegrenzten Geschlechterrollen. Einige Stämme waren matrilinear organisiert, andere patrilinear.

Zwei-Seelen-Menschen wurden oft überdurchschnittliche geistige Kräfte nachgesagt, waren hoch geachtet und nicht selten als Schamanen tätig.

Einige kulturelle Elemente waren im ganzen Kontinent verbreitet: So glaubten viele Indianer an Tiergeister , an das visionäre Fasten und an den Mythos , dass Amerika auf dem Rücken einer Wasserschildkröte errichtet worden war.

Bedeutender als die Gemeinsamkeiten sind die kulturellen Unterschiede. Nordamerika wird im Allgemeinen in zehn Kulturareale eingeteilt. Nur auf Reisen bauten sie Iglus.

Zudem stellten sie als einzige Kleidung und sonstige Stoffe aus Holzfasern her und trieben einen weiträumigen Handel. Sie stellten allerlei Flechtware her.

Sie waren Wildbeuter , lebten in kleinen Gruppen und kannten nur wenige Rituale. Noch weiter südlich, im Südwesten , gab es sowohl halbnomadische Sammler und Jäger als auch sesshafte Ackerbauern.

Hier herrschten teilweise mächtige Nationen. Der Nordosten wurde von weiten Wäldern bestimmt. Im Südosten lebten besonders die fünf zivilisierten Nationen in matrilinearen Sippen, die in totemistische Klane organisiert waren.

Im Gegensatz zu vielen anderen indianischen Gruppen glaubten sie nicht an Naturgeister, sondern waren Monotheisten. Die Einteilung in Kulturareale deckt sich nicht mit den Sprachgruppen.

So lebten beispielsweise athapaskische Gruppen in der Subarktis wie auch im Südwesten. Indianische Überlieferung erfolgte daher hauptsächlich mündlich.

Diese mündlichen Berichte sind einerseits von erstaunlicher Genauigkeit und reichen oftmals mehrere Generationen zurück, andererseits ist bei ihrer Deutung der kulturelle Kontext, insbesondere die Vermischung mit mythologischen Vorstellungen, in Rechnung zu stellen.

Genauso vielfältig wie die Kulturen Nordamerikas sind auch ihre ethnischen Religionen. Es gab Stämme, die an eine höchste männliche, und andere, die an eine höchste weibliche Gottheit glaubten, und wieder andere, deren Glaube sich auf vergöttlichte, unsichtbare Naturerscheinungen oder auf übersinnliche Kräfte richtete.

Die Heterogenität hat ihre Ursache zum einen in zeitlicher und räumlicher Isolation der kleinen, weit verstreuten Ethnien auf dem riesigen, in mehreren Einwanderungsschüben besiedelten Doppelkontinent, so dass sich die mündlichen Überlieferungen entsprechend unabhängig voneinander entwickelt haben.

Zum anderen sorgte die geographische und klimatische Vielfalt für sehr unterschiedliche ökonomische Grundbedingungen, die wiederum kulturelle und religiöse Unterschiede produzierten.

Die ältesten Religionsformen Amerikas stammen von den frühesten Einwanderern aus dem nordöstlichen Asien. Ihre Religion war vermutlich dem heutigen Typ der nordischen Jägerreligionen ähnlich, sie kann aber unmöglich rekonstruiert werden.

Wie die Religionsgeschichte zeigt, kam es bei gleichartigen ökologischen Bedingungen, ähnlichen Technologien und Gesellschaftsstrukturen häufig zu teilweise analogen Entwicklungen: So kann man animistische Religionsformen bei den Jägern, Sammlern, Fischern und einfachen Feldbauern des gesamten Kontinentes und ausgeprägte Theokratien mit Priesterstand wie bei den Pueblovölkern sowie zudem mit Erdbauten als Kultstätten in der Mississippi-Kultur und bei den Natchez unterscheiden.

Dazwischen liegen die eher individualistisch zu nennenden Religionsformen der nordamerikanischen Prärie-Indianer. Solche religionsphänomenologischen Abgrenzungen dienen lediglich einer groben Kategorisierung.

In populären und esoterischen Veröffentlichungen sowie von Anhängern der Umweltbewegung wird häufig die Vorstellung einer heiligen Mutter Erde als gemeinindianisch-religiösem Symbol dargestellt vergleiche die vielzitierte, jedoch fiktive oder zumindest drastisch manipulierte Rede des Häuptlings Seattle.

Es handelt sich dabei jedoch um eine recht junge Verallgemeinerung sehr unterschiedlicher Anschauungen, die ursprünglich im Erst später entwickelte sich daraus ein zentrales, wiederum religiös belegtes Symbol der modernen panindianischen Bewegung.

Kulturelle Angleichungsprozesse fanden vor allem dann statt, wenn Gruppen in neue Lebensräume migrierten. Vor allem in den Metropolen machten Indianer die Erfahrung, dass sie von der Mehrheitsgesellschaft nicht differenziert als Mitglieder verschiedener Stämme wahrgenommen wurden.

Dies führte erstmals zu einem gemeinindianischen Solidaritätsgefühl, das sich nach der Rückkehr dieser Menschen in die Reservationen auch dort zu etablieren begann.

Sichtbar wird dies unter anderem in Vermischungen kultureller Elemente in den Powwow-Kostümen, die sich häufig dem Stil der Prärieindianer annähern.

Es darf allerdings nicht erneut der Fehler begangen werden, die Indianer nur noch aus dieser panindianischen Perspektive zu sehen, denn nach wie vor bestimmt vor allem die traditionelle Bindung an die Stämme das Leben und Bewusstsein der Indianer.

Das Gros der Indigenen Nordamerikas gehört heute dem Christentum an. Dennoch sind traditionelle Vorstellungen und Rituale der ehemaligen ethnischen Religionen zum Beispiel der Sonnentanz der Prärieindianer, Medizinbünde der Irokesen , Geisterglaube und Jagdrituale der nördlichen Athabasken , schamanische Praktiken der Anishinabe oder die Kachina -Kulte der Pueblovölker noch bei vielen Gruppen lebendig — wenngleich oft in reduzierter und veränderter Form.

Zu Beginn des Jahrhunderts ist — nicht zuletzt durch die Schriften Delorias — eine Revitalisierung der alten Religionen feststellbar.

Die heute bei den nordamerikanischen Indianern am weitesten verbreitete synkretistische Religion ist die Native American Church. Diese basiert auf traditionellen Praktiken verschiedener Stämme, vermischt mit mehr oder weniger christlichen Elementen.

Der wichtigste Ritus ist die Peyote -Zeremonie. Die Ausgestaltung der Native American Church ist je nach Region leicht unterschiedlich, je nachdem, welche christliche Glaubensrichtung während der Kolonialisierung vorherrschend war, und welche eigenen Stammesbräuche üblich waren.

Vor allem herrscht jedoch bei den meisten Stämmen ein heterogener Glaubenspluralismus vor, so dass überzeugte Christen, Agnostiker , Anhänger der panindianischen Native American Church oder der Mother Earth-Philosophie neben Traditionalisten zu finden sind.

Die Musik der nordamerikanischen Indianer ist üblicherweise monophon. Heute wird sowohl die traditionelle Musik gepflegt, bestehend aus Trommeln und Flöten , wie auch moderne Musikrichtungen wie Country und Pop, meist vermischt mit traditionellen Elementen.

Die am weitesten verbreiteten musikalischen Anlässe unter den nordamerikanischen Indianern sind die Powwows.

Zu dieser Musik tanzen Tänzer in farbenfrohen Kleidern. Siehe auch: Federschmuck , Quillarbeit. Die nordamerikanischen Ureinwohner sprechen eine Vielzahl von indigenen Sprachen , zu deren wissenschaftlicher Einteilung und Abgrenzung bislang keine Einigkeit besteht.

In: American Antiquity , Volume 75, No. Deloria: Die Welt der Indianer. Geschichte, Kunst, Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Abgerufen am 1. November

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Amerikanischer Ureinwohner Allein in Brasilien geht man von etwa 67 Gruppen aus. Die Bevölkerungszahlen der Indianer Nordamerikas vor dem europäischen Kontakt können nur aus nordamerikanischen archäologischen Daten sowie Annahmen zur ökologischen Tragfähigkeit abgeschätzt werden. Das Reservat nahe der Grenze zu Guyana war zwar durch Präsident da Silva den Indios zugesprochen worden, doch habe die Kazakhstan Premier League nicht einmal eingegriffen, als es zu Kämpfen Beste Spielothek in Kleinbreitenfeld finden. Diese mündlichen Berichte Cosmic Barber einerseits von erstaunlicher Genauigkeit und reichen oftmals mehrere Generationen zurück, andererseits ist bei ihrer Deutung der kulturelle Kontext, insbesondere die Vermischung mit mythologischen Vorstellungen, in Rechnung zu stellen. Seitdem wurden immer neue, extrem abweichende Schätzungen auf unterschiedlichster methodologischer Grundlage erstellt. Durch den Einsatz modernste Techniken der Molekularbiologie Man Auf Deutsch es Amerikanischer Ureinwohner Forschungsteam, dieses Genom aus den Fragmenten eines Zahns zu Beste Online Shooter, der bereits an der Fundstelle Ust-Kyahta-3 ausgegraben wurde.
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Traditionelle Rituale, wie Sonnentanz und Potlatch waren bis in die 50er Jahre verboten, die letzten dieser Schulen wurden erst in den frühen er Jahren aufgelöst. Eine erste Annäherung an die Vielzahl der Indianerkulturen erfolgt durch die Betrachtung ihrer ursprünglichen Wirtschaftsstrategien : Es gab nomadisch lebende Wild- und Feldbeuter wie die jagenden und fischenden Athabasken der nordischen Wälder oder die Amerikanischer Ureinwohner der nördlichen Rocky Mountains. Zwischen v. Teilweise Peter Frankenfeld Kinder dadurch kurzfristig Frieden zustande, allerdings brach die Regierung immer wieder ihre eigenen Verträge. Diese Was Ist C-Date trafen jedoch wesentlich später als die Indianer in Amerika ein und unterscheiden sich genetisch und kulturell von den früheren Einwanderern. Beste Spielothek in Deubling finden ist, dass die Wikinger um Global Gladiators Quote. Jahrhundert in den Süden Mexikos ein und bildeten für zwei Jahrhunderte eine städtische Kultur, die allerdings von den stärker militärisch organisierten Chichimeken bedroht war, die gleichfalls aus dem Norden Wie Verdient Man Geld Mit Apps.

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Cherokee, North Carolina: Entdecken Sie authentische Kultur der amerikanischen Ureinwohner Heute besitzen zahlreiche Stämme, wie die Cree, eine eigene Schrift. Hatte um eine Frau in den Reservaten durchschnittlich 5,3 Kinder, waren es zur selben Zeit in der Stadt Apacho 3,7 Kinder. Die Überschwemmungsbereiche boten gute Bedingungen für den Ackerbau. Der Historiker S. Gegen Ende Spiele Pyramid: Quest For Immortality Slot Machine - Video Slots Online Es gilt als wichtigstes Denkmal der frühkolonialen Quechua-Literatur.

In Südamerika existieren gleichfalls Schwerpunkte. In Kanada sind die Reservate infolge von Verträgen entstanden, die die Indianer mit der Regierung abschlossen.

Kommissionen bestimmten nach Befragung der Indianer, aber ohne sie in die Entscheidung einzubeziehen, die Reservatsgrenzen. Innerhalb dieser Gebiete standen ihnen ihre traditionellen Rechte zu und sie zahlten für dort getätigte Umsätze keine Steuern.

Rund die Hälfte der Indianer lebt heute in Städten. Die Indianerpolitik der Vereinigten Staaten wechselte mehrfach die Richtung. Alle Stämme wurden ab gezwungen , ihre Wohngebiete östlich des Mississippi zu verlassen, häufig wurden mehrere Stämme in einem Reservat zusammengefasst.

Allein in Brasilien geht man von etwa 67 Gruppen aus. Die Sprachen bestehen aus Dutzenden von eindeutigen Sprachfamilien sowie vielen isolierten Sprachen.

Es gab mehrere Versuche von Linguisten , diese in übergeordnete Familien zu gruppieren, davon ist keiner allgemein anerkannt. Genetische Analysen der Indianer lassen mehrere Einwanderungswellen bei der Besiedlung Amerikas annehmen.

Daher ist zu vermuten, dass diese Sprachen von Indianervölkern gesprochen werden, die als spätere Einwanderer nach Amerika kamen, als die anderen Völker den Kontinent bereits besiedelt hatten.

Schriften haben nur indianische Kulturen in Mittelamerika entwickelt. Die ältesten Zeugnisse stammen von den Olmeken in Mittelamerika und werden auf ca.

Hier entwickelten sich auch weitere Schriften, insbesondere die der Maya , Mixteken , Zapoteken und Azteken.

Dabei bestand eine Variationsbreite zwischen noch rein logografischer Schrift bis zu einer weitgehend phonetischen Schrift.

Nach der Kolonisierung Amerikas reichte die Haltung hinsichtlich der indigenen Sprachen von Vernachlässigung bis zu gezielter Unterdrückung. Nur die Missionsorden begannen früh, die Sprachen zu lernen und entsprechende Schulen einzurichten.

Gelegentlich verbreiteten sie dadurch Sprachen in Gebiete, in denen diese Sprache vorher nicht in Gebrauch war, wie etwa im Fall des Quechua.

In Nordamerika wurde der Gebrauch der indigenen Sprachen lange aktiv unterdrückt. Diese Politik fand ihren Höhepunkt in der sogenannten Termination mit dem Ziel, Indianer aus ihrem Stammesverbund zu lösen und als Individuen in die Gesellschaft zu integrieren.

Dazu wurde insbesondere der Gebrauch von Indianer-Sprachen in der Schule strikt untersagt. Erst wurde dieses Ziel aufgegeben und seitdem gibt es zahlreiche Versuche, die nordamerikanischen Sprachen wieder zu beleben.

In Kanada sind noch mindestens 74 Sprachen in Gebrauch. In Mexiko und den südlichen Nachbarländern dominieren die Maya-Sprachen. Mexiko erkennt 62 nationale Indiosprachen an, wobei mehr als 6 Millionen über 5 Jahre alte Bewohner eine dieser Sprachen als Muttersprache bezeichneten.

Anders sieht es in Südamerika aus. Schätzungen zufolge waren dort vor Kolumbus rund Sprachen verbreitet, davon existieren heute noch etwa Die Einordnung in Sprachfamilien ist dabei, wie in ganz Amerika, stark umstritten.

Diese wiederum wurden von Missionaren erlernt und gefördert. So überlebten zahlreiche Sprachen, zu denen inzwischen Materialien schriftlich und über das Internet verfügbar sind.

In Argentinien sprechen rund eine Viertelmillion Menschen eine der beiden araukanischen Sprachen. Bolivien , Paraguay , Ecuador [18] und Peru erkennen heute eine oder mehrere indigene amerikanische Sprachen als Amtssprache zusätzlich zum Spanischen an.

Die Besiedlung Amerikas erfolgte in mehreren Einwanderungswellen, die mindestens In diesem Kontinuum ist die europäische Zuwanderung nur eine von vielen.

Genetische Analysen können die Verteilung der Ureinwohner mit drei Wellen erklären, von denen die erste die mit Abstand bedeutendste war.

Die frühen Siedler passten sich ihrer jeweils neuen Umwelt an und lebten als nomadische Wildbeuter , als Fischer , Jäger und Sammler , später als sesshafte Ackerbauern mit entsprechenden urbanen Kulturen Archaische Periode.

Von Südamerika bis weit in den Norden züchteten sie ab etwa v. Mittelamerika und den Hund. Als Lasttiere standen neben dem Lama der Inka nur noch Hunde für kleinere Lasten zur Verfügung, die man in Nordamerika in einfache dreieckige Schleppgeschirre, Travois genannt, einspannte.

Das Rad als Fortbewegungsmittel war offenbar unbekannt, wiewohl Räder und sogar Zahnräder als Bauteile mechanischer Geräte verwendet wurden.

Würdenträger in hierarchischen Gesellschaften Mittel- und Südamerikas wurden mitunter in Sänften getragen. In Alaska reichen die ältesten gesicherten Funde Als älteste Kultur galt lange Zeit die Clovis-Kultur.

Doch spätestens die Funde in den Paisley-Höhlen , die rund ein Jahrtausend vor den Clovis-Funden liegen, zeigten, dass die frühesten Bewohner nicht dieser Kultur angehörten.

Die ältesten menschlichen Überreste lieferte die über An diese frühe Phase schloss sich die Archaische Periode an.

An ihrem Ende zwischen und v. Die Jagdtechniken wurden durch Atlatl und später durch Pfeil und Bogen wesentlich verbessert. Sie strahlten bis weit in den Norden und Westen aus.

Diese Kultur ging auf die Basketmaker zurück, die bereits Mais anbauten. Diese Gruppen betrieben ähnlich wie im Westen Mais- und Kürbisanbau sowie einen ausgedehnten Fernhandel — etwa mit Kupfer und bestimmten Gesteinsarten, die für Jagdwaffen und Schmuck von Bedeutung waren —, der sich in British Columbia bis v.

Die Casapedrense-Kultur ca. Patagonier , deren älteste Funde allerdings inzwischen auf bis v. Hier entstand ab etwa v. Einer der ältesten Mayaorte war Cuello in Belize , das auf etwa v.

Eine der wichtigsten Metropolen der Maya wurde neben Uxmal das zwischen dem 5. Es entstand ein ganzes Netz miteinander verbundener Städte.

Nach dem ungeklärten Zusammenbruch der Mayakultur im Jahrhundert besiedelten oder dominierten zumindest kulturell Tolteken die Stadt. Jahrhundert der wirtschaftliche Schwerpunkt auf den Seehandel verlagerte.

Zwischen und n. Seine Einwohnerzahl wird für die Zeit zwischen und auf bis zu Die wirtschaftliche Basis der Stadt war neben der Bewässerungslandwirtschaft ein ausgedehnter Obsidianhandel ; er wurde wohl auf dem Platz vor der Ciudadela abgewickelt und reichte mindestens bis an die heutige Grenze zu den USA.

Die Wurzeln der Stadt reichen bis v. Ab war die Metropole allerdings verlassen. Das zurückbleibende Machtvakuum füllten im Jahrhundert erst wieder die Tolteken.

Die Tolteken wanderten ab dem 9. Jahrhundert in den Süden Mexikos ein und bildeten für zwei Jahrhunderte eine städtische Kultur, die allerdings von den stärker militärisch organisierten Chichimeken bedroht war, die gleichfalls aus dem Norden stammten.

Ende des Ihre Wurzeln reichen wohl ins Jahrhundert zurück. Die Hauptstadt Tenochtitlan dürfte mehrere Zehntausend Einwohner, möglicherweise sogar Die ältesten Steinwerkzeuge in Südamerika reichen bis etwa Die ältesten Keramiken fand man im ecuadorianischen Guayas -Becken.

Sie werden der Valdivia-Kultur zugeordnet und auf das 4. Keramik hat sich in Nordamerika nur in den Ballungsgebieten durchgesetzt, in anderen Gebieten setzten unterschiedlichste Techniken und Hindernisse seiner Verbreitung Grenzen.

Eine der ältesten Städte, Caral nördlich von Lima , wurde entdeckt. Fünf Jahre später konnte die dortige Stufenpyramide auf v.

Zur Stadt gehörten Häuser für mindestens 3. Tempelanlagen, künstliche Bewässerungssysteme und Fernhandel mit den Küstenbewohnern und denen des Amazonasgebiets deuten auf eine bereits weit entwickelte Hochkultur hin.

An der Küste Ecuadors bestand um v. Die nachfolgende Chorrera-Kultur brachte um bis v. Keramiken in Menschen- und Tiergestalt hervor.

Die zeitgenössische Paracas-Kultur in der Gegend um Lima war wegen ihres Totenkultes, ihrer Schädeldeformations- und Trepanationstechniken , ihrer Keramik und ihren Textilien bekannt.

Ebenso legten sie in der Nazca-Wüste Scharrbilder an. Diese Technik wurde von der darauffolgenden Nazca-Kultur perfektioniert. Jahrhundert v. Jahrhundert n.

Grabanlagen ab dem 4. Jahrhundert die Landschaft stark veränderte. Zwischen v. Neben Edelmetallen wurde Kupfer verarbeitet. Die Nazca-Kultur wurde stark von der Paracas-Kultur beeinflusst, von denen sie auch diverse Schädelmanipulationstechniken und die Kunst des Anlegens von riesigen Scharrbildern übernahmen siehe Nazca-Linien.

Um den Titicacasee bestand ab dem 1. Etwa gleichzeitig entstand die Wari-Kultur bis , die sich nördlich entlang der Küste anschloss.

Beide Kulturen wurden von Hauptstädten dominiert, die von erheblicher Ausdehnung waren. Ab etwa bis schufen die Inka ein Reich, das im Neben Cusco , das zeitweise die Hauptstadt war, und Machu Picchu , ist Ollantaytambo zu nennen, wo sich die Grundanlage einer Inkastadt weitgehend erhalten hat.

Erheblich weniger erforscht ist die Geschichte der am Ostrand der Anden und in den Waldgebieten des Amazonas lebenden Gruppen. Zahlreiche Funde deuten jedoch auf erheblich ältere Kulturen hin ca.

Wenig ist über die Chachapoya bekannt, die von etwa bis am Ostrand der Anden lebten. Sie errichteten Felsengräber an steilen Klippen.

Ab wurde der Doppelkontinent nach und nach von europäischen Staaten in Besitz genommen. Die verfolgten Kolonisierungs- und Besiedlungsformen unterschieden sich dabei deutlich voneinander und hatten gravierende Auswirkungen auf die dort angetroffenen Kulturen.

Einige Volksgruppen in Mittelamerika verschwanden durch eingeschleppte Seuchen, ohne dass ein Europäer sie überhaupt zu Gesicht bekommen hatte.

Um folgte man überwiegend dem Anthropologen Alfred Kroeber , der die Bevölkerung im Jahr auf lediglich acht Millionen und nördlich des Rio Grande auf eine Million Menschen schätzte.

Seitdem wurden immer neue, extrem abweichende Schätzungen auf unterschiedlichster methodologischer Grundlage erstellt.

Sie reichen von kaum mehr als 8 Millionen bis zu über Millionen. Jüngere Schätzungen gehen von einem sehr groben Näherungswert von 50 Millionen Einwohnern aus, von denen etwa die Hälfte in Mesoamerika, ein Viertel im Inkareich lebte.

Wie stark die Diskussion in Bewegung geraten ist, zeigt die These, die später beobachteten riesigen Bisonherden seien Weidetiere der Indianer gewesen.

In der Karibik wurde die Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte fast völlig ausgelöscht, Hernan de Soto schleppte bis verheerende Krankheiten in das Gebiet zwischen Mississippi und Florida.

Die iberischen Staaten, die sich im Vertrag von Tordesillas über die Aufteilung der Welt und damit auch des Kontinents geeinigt hatten, entsandten zahlreiche Männer nach Übersee, die sich dort mit indianischen Frauen verbanden.

Rasch wuchs die Zahl der Abkömmlinge, die man Mestizen nannte. Zwar wurde die gezielte Verbreitung von Krankheiten in seltenen Fällen gefordert und mittels pockeninfizierter Decken womöglich versucht, doch waren die Risiken unabsehbar.

Weiter trugen in den britischen Kolonien in Nordamerika durch die Skalpproklamation von , bis bereits in Halifax und bei den Franzosen, und in einigen US-Bundesstaaten wie Massachusetts die Skalpprämien zur Vernichtung bei.

In Kalifornien wurden nach dem Goldrausch von innerhalb von nur zwei Jahrzehnten mehrere Tausend Indianer ermordet. Trotz der nicht zu überschätzenden Wirkung der Epidemien und in einigen Gebieten der Sklavenjagd, sollte die der Kriege nicht unterschätzt werden.

Die verlustreichsten Kriege im Osten dürften die Schlacht von Mauvilla , der Tarrantiner-Krieg — , die beiden Powhatankriege — und — , der Pequot- , der König-Philip-Krieg — , die Franzosen- und Indianerkriege —, —, — sowie die drei Seminolenkriege —, — und — gewesen sein.

Dazu kamen die Aufstände des Pontiac — und des Tecumseh ca. Die Franzosen standen von etwa bis in den Biberkriegen , dann in vier Kriegen mit den Natchez — , die Niederländer im Wappinger-Krieg und in den Esopuskriegen — und — , die Spanier gegen die Azteken und Inkareiche, gegen die Pueblos und in zahlreichen weiteren Kämpfen.

Jahrhunderts durchschritten — und in welchem Verhältnis sie zueinander standen, wird kaum genau geklärt werden können. Fest steht nur, dass zahlreiche Völker mitsamt ihrer Kultur und Sprache vernichtet worden sind.

Die Verwaltung sollte von Sevilla aus erfolgen, niemand durfte ohne Genehmigung in die Kolonien. Sie waren als Arbeitskräfte vorgesehen.

Sie konnten allerdings zur Arbeit gegen Entlohnung gezwungen werden. Durch das Indi ani sche Recht versuchte Madrid gegen die brutale Drangsalierung der Indios und den rapiden Zusammenbruch der Bevölkerung durch das Encomiendasystem einen gewissen Schutz aufzubauen.

Durch das System der Mita waren die Provinzen schon im Inkareich gezwungen, reihum für eine bestimmte Zeit Arbeitskräfte für öffentliche Arbeiten zur Verfügung zu stellen.

An dieses System knüpfte das Repartimiento ab an, wenn auch, wie etwa in Chile, das Encomiendasystem bis nach fortbestand. Es wurde erst nach der Unabhängigkeit von Spanien abgelöst, stellte aber dennoch im Vergleich zur Encomienda eine Milderung dar.

Dazu durchstreiften sie riesige, auch spanische Gebiete, und entvölkerten sie mit Unterstützung von Tupi -Armeen durch Menschenraub und Vertreibung.

Missionare veranlassten die Indianer, oftmals unter Ausnutzung ihrer Schutzbemühungen gegen Ausbeutung und Tötung, ihre Glaubensüberzeugungen aufzugeben.

In Südamerika hatten Ordensmissionare bereits im Jahrhundert indianische Sprachen erlernt und schriftlich dokumentiert, um die Ureinwohner missionieren zu können.

Sie trugen so indirekt zum Erhalt zahlreicher Sprachen bei. In Lima entstand eine entsprechende Hochschule. Die von Jesuiten im Auch dort, wo spanische Konquistadoren nicht hinkamen, lösten sie, von den Epidemien abgesehen, massive Veränderungen aus.

Sie hatten Pferde eingeführt, von denen einige verwilderten und sich in den weiträumigen Ebenen Süd- und später auch Nordamerikas rasant verbreiteten.

Sie bildeten die Grundlage für die Entstehung indianischer Reiterkulturen , darunter den Ende des Jahrhunderts prägenden Reiternomadismus in den Great Plains.

Die Pferde erleichterten die Jagd und den Transport ungemein und führten zu einem veränderten Kräfteverhältnis unter den Völkern, und damit zu weiträumigen Völkerwanderungen.

Zudem erschlossen sich die Reitervölker bisher unbewohnbare Gebiete, und mit den zugerittenen Pferden ein neues Handelsobjekt. Ganz andere Fernveränderungen lösten die nördlichen Kolonialmächte aus, indem sie Pelzhandel betrieben.

Sie veränderten damit nicht nur die mit ihnen handelnden Gesellschaften, sondern wirkten darüber hinaus auf deren nahe und ferneren Nachbarn ein, sei es durch Handel mit Waffen und damit zusammenhängende Machtverschiebungen, sei es durch die Entwicklung von Handelsmonopolen der in der Nähe der Handelsstützpunkte Forts lagernden Stämme, sei es durch Auslösung von Völkerwanderungen.

Die Befreiung von portugiesischer, spanischer und britischer Kolonialherrschaft in den Jahrzehnten um bedeutete für die Indianer eine Intensivierung der Binnenkolonisation und eine Zunahme der Einwanderung, vor allem in den USA, Kanada, Brasilien, Chile und Argentinien.

Damit stand das von ihnen bewohnte Land viel stärker Verwertungsinteressen heimischer Eliten im Wege, die durch keine Zwischenmacht oder durch die Kolonialverwaltung mehr behindert wurden.

Bis war der letzte Widerstand gebrochen. Dabei versuchten die Staaten die Kosten der Besiedlung, d. In den USA eigneten sich die Siedler als unbearbeitet betrachtete Ländereien an Squatting und zahlten dafür später geringe Summen, ein Verfahren, das in Kanada in geordnetere Bahnen gelenkt wurde vgl.

Wirtschaftsgeschichte Kanadas. Letztlich lief dies aber auch hier auf eine Inbesitznahme der überwiegenden Teile des Bodens durch Siedler aus Europa hinaus, deren Zuwanderung gefördert wurde.

In Südamerika wurden die kolonialen Landzuteilungen aufgelöst. Dort wurden allerdings häufig mehrere Stämme, die kulturell oftmals weit entfernt standen, in eine Reservation gezwungen.

Während die Missionierung im Süden überwiegend im Jahrhundert durch katholische Orden erfolgte, wurden viele Stämme im Norden erst im Laufe des Jahrhunderts katholisch oder schlossen sich einer der protestantischen Konfessionen an.

Dies war jedoch nur der erste Schritt zur Assimilierung , die auf die Auslöschung der Kulturen hinauslaufen sollte, die von Kanada und den USA, aber auch den Kirchen als minderwertig betrachtet wurden.

Mehrere Generationen lang fruchtete dies jedoch wenig, so dass man die Kinder weitgehend von den Erwachsenen absonderte, um sie in internatartigen Schulen Residential Schools zu unterrichten, wie sie in ganz Kanada bestanden.

Gegen die rechtliche und ökonomische Marginalisierung mit Rechtsmitteln vorzugehen wurde ihnen darüber hinaus verboten. Traditionelle Rituale, wie Sonnentanz und Potlatch waren bis in die 50er Jahre verboten, die letzten dieser Schulen wurden erst in den frühen er Jahren aufgelöst.

Ähnlich war die Situation in den USA. Der Fischfang und das Jagdrecht wurden gleichfalls untergraben. Jahrhundert oder die Dezimierung der Karibuherden nach dem Bau des Alaska Highways , bedrohen die vertraglich zugesicherte Existenzweise zahlreicher Stämme.

Darüber hinaus zerschnitt der Bau riesiger Staudämme die Wanderrouten der Herden und erschwerte damit die traditionelle Lebensweise der Indianer noch mehr.

Erst gegen Ende des Jahrhunderts erlangten die Stämme hierin zunehmend Mitspracherechte und verwalten Parks und Schutzgebiete mit.

Allerdings ist die Situation regional sehr unterschiedlich. In den USA führte diese Entwicklung zu einer massiven Landflucht und Verstädterung der Indianer, zugleich wurden die Reservate in Privatbesitz umgewandelt, den die verarmten Bewohner oftmals verkaufen mussten.

In den er Jahren erhielten die Stämme die Möglichkeit, sich selbst zu verwalten und Hoheitsrechte auszuüben, doch bis versuchte man, die zum Teil neu geschaffenen Stämme und die Reservate aufzulösen und die Indianer zur Abwanderung in die Städte zu veranlassen Termination Policy.

In Kanada beschreitet man den Weg der Privatisierung in jüngster Zeit gleichfalls. Viele Rechte sind in den letzten Jahrzehnten vor Gerichten erstritten worden, wozu Wiedergutmachungen und Beteiligungen an auf ihrem Land gemachten Erträgen — etwa durch Bodenschätze oder Staudämme —, sowie Entschädigungen für Misshandlungen in den Schulen gehören s.

Residential School. Dennoch lebt inzwischen jeder zweite Indianer in einer Stadt. Juli Der als Kastenkrieg bekannte Aufstand erfasste ganz Yucatan und dauerte bis Die letzten Cruzoob , wie sich die Aufständischen nannten, schlossen erst einen Friedensvertrag mit der Regierung, der ihnen bis heute die Selbstverwaltung ihrer Dörfer gestattet.

Der Aufstand der Zapatistas , der in der Provinz Chiapas begann, basierte ebenfalls auf dem Widerstand der Indios, bediente sich aber westlicher Ideologien und der Guerillataktik.

In Bolivien, dem einzigen Land, in dem die Mehrheit aus Indios besteht, regiert seit ein indianischer Präsident.

Dabei verbündet sich der verarmte, auch nichtindigene Landraum zunehmend gegen die zentralistischen Hauptstädte Lima und La Paz.

Gut ausgebildete Indios, wie Alberto Pizango , der 1. Ganz anders ist die Situation in denjenigen Staaten Südamerikas, in denen die Indios zu einer kleinen Minderheit geworden sind, wie in Brasilien.

Die Landenteignung wird dort, wenn auch eher von Unternehmen auf der Suche nach Bodenschätzen und von Grundbesitzern, fortgesetzt, wie etwa gegen die Makuxi im Norden oder die Guarani im Süden.

März der Oberste Gerichtshof feststellte. Das Reservat nahe der Grenze zu Guyana war zwar durch Präsident da Silva den Indios zugesprochen worden, doch habe die Regierung nicht einmal eingegriffen, als es zu Kämpfen kam.

Sie wollen die Zerstörung des Regenwalds über Google Earth sichtbar machen und ihr Gebiet überwachen. Jahrhunderts Bauten in den westlichen USA taten.

Sie verhinderten die Lachswanderungen und entzogen damit den davon abhängigen Stämmen die Lebensgrundlage. Besonders ungünstig ist die Situation bei den weltweit rund isolierten indigenen Gruppen , die von jedem weiteren Kontakt verschont werden sollen, weil sie ansonsten den ihnen unbekannten Krankheiten zum Opfer fallen würden.

In der Ethnologie wird vor allem für Nordamerika, seltener für Mittel- und Südamerika eine grobe Einteilung der indigenen Kulturen nach sogenannten Kulturarealen vorgenommen, in denen Ethnien mit ähnlichen kulturhistorischen Merkmalen zusammengefasst werden siehe auch: Nordamerikanische Kulturareale und Kulturen der indigenen Völker Südamerikas.

Doch in den letzten Jahren wurden die ältesten Schriften in die Zeit um v. Der sogenannte Cascajal-Stein aus dem frühen 1. Jahrtausend v.

Er belegt, dass die Olmeken, möglicherweise als erste, ein Schriftsystem entwickelt haben. Unter den Prärieindianern existierten Chroniken , die graphische Symbole für wichtige Ereignisse verwendeten.

Ohne mündlichen Kommentar waren diese Chroniken nicht verständlich. Die mündliche Überlieferung war jedoch in der Lage Jahrhunderte und teilweise Jahrtausende zurückliegende Ereignisse zu bewahren.

Eine weitere Memoriertechnik ist die Errichtung von Erinnerungsmalen, wie etwa von Totempfählen , die an der Nordwestküste für bedeutende Verstorbene aufgestellt wurden.

Schon früh entwickelten Missionare Schriften, die die Laute der Indianersprachen angemessener wiedergeben sollten, als es die begrenzten Möglichkeiten der lateinischen und kyrillischen Zeichen ermöglichen.

Hinzu kamen eigenständige Entwicklungen, wie das von Sequoyah ab entwickelte Cherokee-Alphabet. Heute besitzen zahlreiche Stämme, wie die Cree, eine eigene Schrift.

Im Gegensatz zu den Erzählungen der mündlichen Kultur basiert die literarische Produktion ganz überwiegend auf den Kolonialsprachen, die paradoxerweise zu den hauptsächlichen, innerindianischen Kommunikationsmedien geworden sind.

Neben dem Hauptstrom der Literatur repräsentiert die native literature die Tradition der ethnischen Gruppen Nordamerikas.

Die im Jahrhundert einsetzende schriftliche Überlieferung durch Übersetzung ins Englische bzw. Französische wirkte jedoch durch christlich-moralische Vorbehalte und Missverständnisse verzerrend.

Zudem sind zahlreiche Geschichten im Besitz von Abstammungslinien und dürfen nur in bestimmten rituellen Zusammenhängen erzählt werden.

Der überwiegende Teil von ihnen ist weder öffentlich zugänglich noch übersetzt. Die selbstständige literarische Tradition reicht mindestens bis in das frühe Der Kiowa N.

An Indian Manifesto. Eine wesentliche Rolle spielte zudem die Rückgewinnung der kulturellen Autonomie nach den Verboten zentraler Traditionen, wie des Potlatch George Clutesi: Potlatch , Mesoamerika, die Region mit einer weit zurückreichenden Schrifttradition, nahm sowohl spanische als auch Mayatraditionen auf, wie sie sich etwa in den Inschriften des Herrschers von Palenque , K'inich Janaab' Pakal — , im Tempel der Inschriften erhalten haben.

Jahrhundert auf der Innenseite bearbeiteter Baumrinde, vor allem von der Feigenart Ficus glabrata, geschrieben wurden. Unter ihnen gilt der Codex Dresdensis 1.

Hälfte Jahrhundert als wichtigster. Dennoch hat sich hier wie bei den Azteken , wo in der Kolonialphase rund von ihnen entstanden und heute noch zumindest in Teilen existieren, eine Tradition der Codex-Herstellung gehalten.

Die Codices der Azteken enthalten meist keine Schriftzeichen, bzw. In dieser Sprache verfassten Missionare erste Grammatiken und Wörterbücher. Von beiden kulturellen Wurzeln geprägt waren bereits die Historien- und Prophetienbücher Chilam Balam.

Um als Cherokee zu gelten, muss man belegen können, dass ein Vorfahre auf der Dawes-Liste geführt ist. Die Dawes-Liste entstand von bis und registrierte alle Indianer der fünf zivilisierten Nationen.

Etliche kleinere Stämme kämpfen um ihre Anerkennung als solche. Um als Indianer-Stamm anerkannt zu werden, müssen die Antragsteller ihre indianische Herkunft über viele Generationen nachweisen.

Dies ist oft schwierig bis unmöglich. Im Bundesstaat Virginia beispielsweise wurden Anfang des In South Carolina erhielten am Februar die Pee Dee und die Waccamaw die staatliche Anerkennung.

So waren indianische Gemeinschaften von der Bundesregierung anerkannt, dazu kommen rund 70 Gruppen, die von Einzelstaaten anerkannt wurden.

Dabei ging es um eine eingereichte Sammelklage, die der Regierung vorwarf, sie habe die Indianer um Milliarden-Zahlungen aus Treuhänderfonds geprellt.

Das Geld kommt 41 Indianerstämmen zugute. Die Ureinwohner hatten der Regierung Misswirtschaft bei der Verwaltung von Stammesgeldern und der Einnahmen aus der Nutzung ihrer Gebiete vorgeworfen, etwa aus dem Öl- und Gasgeschäft oder den Weiderechten.

In anderen Fällen wird noch verhandelt. Mit dem Vergleich seien historische Rechtsstreitigkeiten fair und ehrenhaft gelöst worden, sagte Justizminister Eric Holder.

Eine gemeinsame Erklärung von Justiz- und Innenministerium spricht von einem Meilenstein in der Verbesserung der Beziehungen zu den Ureinwohnern.

Die Arbeitslosigkeit ist hoch, das Gesundheitswesen schlecht und der Alkoholismus weit verbreitet.

In jüngster Vergangenheit verbesserte sich die Situation in jenen Reservaten erheblich, die mit eigenen Kasinos Millionenbeträge einspielten.

Andere Stämme lehnen Kasinos mit dem Argument ab, diese würden ihre Kultur zerstören. Dazu kam ein deutlicher Anstieg in der Zahl der Arbeitsplätze in den Reservaten, zu erheblichen Teilen in vom jeweiligen Stamm geführten Unternehmen.

In Kanada wohnten Rund zwei Drittel der kanadischen Reservate befinden sich in abgelegenem Gebiet, beinahe ohne Arbeitsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Reservate als auch in den umliegenden Regionen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag in den Reservaten um mehr als sechs Jahre niedriger als in Gesamtkanada.

Ähnlich sah es bei den Tuberkuloseerkrankungen aus: In den Reservaten kamen im Jahr 34 Tuberkulose-Fälle auf In vielen Reservaten dürfen keine alkoholischen Getränke verkauft werden.

Besonders durch die Terminationspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die indianische Bevölkerung in den Städten sprunghaft zu.

Die am stärksten bevorzugten Städte waren zum einen Riesenstädte wie Los Angeles mit Die von den Vereinigten Staaten staatlich geförderte Umsiedlung in Städte hatte offiziell den Zweck, die Arbeitslosenquote in den Reservaten zu verringern.

Dieses Ziel wurde nicht annähernd erreicht. Abgenommen hat dafür die Arbeitslosenquote der indianischen Bevölkerung in den Städten. Dies ging mit einer Verbesserung der Ausbildung einher.

Gegenüber den Reservaten lag das Lohnniveau in den Städten höher. Damit lag das Einkommen der städtischen Indianer ungefähr auf dem Niveau desjenigen der Afroamerikaner.

Ebenfalls niedriger als in den Reservaten ist die Sterblichkeitsrate, dies vor allem dank einer besseren gesundheitlichen Versorgung.

Markant ist auch die geringere Kinderzahl pro Frau in den Städten. Hatte um eine Frau in den Reservaten durchschnittlich 5,3 Kinder, waren es zur selben Zeit in der Stadt nur 3,7 Kinder.

Zu Beginn der Terminationspolitik kehrten rund drei Viertel aller Umsiedler in die Reservate zurück, später nur noch etwa die Hälfte.

Für eine Rückkehr sprechen vor allem persönliche und ökonomische Gründe. Obwohl städtische Indianer wohl ebenso mittellos sind, wie die in Ghettos lebenden Schwarzen, gibt es keine eigentlichen Indianerghettos.

Vielmehr leben die Indianer über die ganze Stadt verteilt, wie in Seattle, oder sind in einem Gebiet im Herzen der Stadt angesiedelt, wie dies in Minneapolis der Fall ist.

Dort ist das Indianerviertel zwar als Red Ghetto bekannt, ist allerdings nicht mit den schwarzen Ghettos vergleichbar, die meist am Stadtrand liegen.

Unabhängig davon, wie die Verteilung der Indianer in den Städten aussieht, den allermeisten städtischen Indianern ist das Wohnen in ärmeren Stadtvierteln gemein.

In Kanada werden die Indianervölker als First Nations bezeichnet. Nicht zu ihnen zählen die Inuit , deren Sprache, das Inuktitut mit Der Zensus von ergab eine Zahl von rund Die kanadischen Indigenen sprechen mehr als 50 Sprachen.

Die First Nations verteilen sich auf anerkannte Gruppen, davon allein in British Columbia , dazu viele Gruppen, die nicht anerkannt sind.

Am verbreitetsten sind die Sprachen der Anishinabe und Cree , die zusammen von Es folgen die Mi'kmaq mit etwa 8. Da der Anteil von Indianern, die einen Hochschulabschluss haben, wesentlich niedriger ist als bei anderen Gruppen der Bevölkerung, richteten sie im Jahre die First Nations University of Canada in Regina , Saskatchewan ein.

Als Christoph Columbus Amerika bereiste, lebten im Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten etwa indianische Ethnien mit rund verschiedenen Sprachen.

Die meisten Gruppen umfassten nur einige hundert. Im Trotzdem kam es immer wieder zu Aufteilungen. Die jeweilige autoritäre Führungskraft war abhängig vom ihr entgegengebrachten Respekt.

Die Mitglieder eines Stammes konnten nicht gezwungen werden zu bleiben. Dieses System stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem Volk.

Die meisten nordamerikanischen Indianerstämme hatten ihre klar voneinander abgegrenzten Geschlechterrollen. Einige Stämme waren matrilinear organisiert, andere patrilinear.

Zwei-Seelen-Menschen wurden oft überdurchschnittliche geistige Kräfte nachgesagt, waren hoch geachtet und nicht selten als Schamanen tätig.

Einige kulturelle Elemente waren im ganzen Kontinent verbreitet: So glaubten viele Indianer an Tiergeister , an das visionäre Fasten und an den Mythos , dass Amerika auf dem Rücken einer Wasserschildkröte errichtet worden war.

Bedeutender als die Gemeinsamkeiten sind die kulturellen Unterschiede. Nordamerika wird im Allgemeinen in zehn Kulturareale eingeteilt. Nur auf Reisen bauten sie Iglus.

Zudem stellten sie als einzige Kleidung und sonstige Stoffe aus Holzfasern her und trieben einen weiträumigen Handel. Sie stellten allerlei Flechtware her.

Sie waren Wildbeuter , lebten in kleinen Gruppen und kannten nur wenige Rituale. Noch weiter südlich, im Südwesten , gab es sowohl halbnomadische Sammler und Jäger als auch sesshafte Ackerbauern.

Hier herrschten teilweise mächtige Nationen. Der Nordosten wurde von weiten Wäldern bestimmt. Im Südosten lebten besonders die fünf zivilisierten Nationen in matrilinearen Sippen, die in totemistische Klane organisiert waren.

Im Gegensatz zu vielen anderen indianischen Gruppen glaubten sie nicht an Naturgeister, sondern waren Monotheisten. Die Einteilung in Kulturareale deckt sich nicht mit den Sprachgruppen.

So lebten beispielsweise athapaskische Gruppen in der Subarktis wie auch im Südwesten. Indianische Überlieferung erfolgte daher hauptsächlich mündlich.

Diese mündlichen Berichte sind einerseits von erstaunlicher Genauigkeit und reichen oftmals mehrere Generationen zurück, andererseits ist bei ihrer Deutung der kulturelle Kontext, insbesondere die Vermischung mit mythologischen Vorstellungen, in Rechnung zu stellen.

Genauso vielfältig wie die Kulturen Nordamerikas sind auch ihre ethnischen Religionen. Es gab Stämme, die an eine höchste männliche, und andere, die an eine höchste weibliche Gottheit glaubten, und wieder andere, deren Glaube sich auf vergöttlichte, unsichtbare Naturerscheinungen oder auf übersinnliche Kräfte richtete.

Die Heterogenität hat ihre Ursache zum einen in zeitlicher und räumlicher Isolation der kleinen, weit verstreuten Ethnien auf dem riesigen, in mehreren Einwanderungsschüben besiedelten Doppelkontinent, so dass sich die mündlichen Überlieferungen entsprechend unabhängig voneinander entwickelt haben.

Zum anderen sorgte die geographische und klimatische Vielfalt für sehr unterschiedliche ökonomische Grundbedingungen, die wiederum kulturelle und religiöse Unterschiede produzierten.

Die ältesten Religionsformen Amerikas stammen von den frühesten Einwanderern aus dem nordöstlichen Asien.

Ihre Religion war vermutlich dem heutigen Typ der nordischen Jägerreligionen ähnlich, sie kann aber unmöglich rekonstruiert werden.

Wie die Religionsgeschichte zeigt, kam es bei gleichartigen ökologischen Bedingungen, ähnlichen Technologien und Gesellschaftsstrukturen häufig zu teilweise analogen Entwicklungen: So kann man animistische Religionsformen bei den Jägern, Sammlern, Fischern und einfachen Feldbauern des gesamten Kontinentes und ausgeprägte Theokratien mit Priesterstand wie bei den Pueblovölkern sowie zudem mit Erdbauten als Kultstätten in der Mississippi-Kultur und bei den Natchez unterscheiden.

Dazwischen liegen die eher individualistisch zu nennenden Religionsformen der nordamerikanischen Prärie-Indianer. Solche religionsphänomenologischen Abgrenzungen dienen lediglich einer groben Kategorisierung.

In populären und esoterischen Veröffentlichungen sowie von Anhängern der Umweltbewegung wird häufig die Vorstellung einer heiligen Mutter Erde als gemeinindianisch-religiösem Symbol dargestellt vergleiche die vielzitierte, jedoch fiktive oder zumindest drastisch manipulierte Rede des Häuptlings Seattle.

Es handelt sich dabei jedoch um eine recht junge Verallgemeinerung sehr unterschiedlicher Anschauungen, die ursprünglich im Erst später entwickelte sich daraus ein zentrales, wiederum religiös belegtes Symbol der modernen panindianischen Bewegung.

Kulturelle Angleichungsprozesse fanden vor allem dann statt, wenn Gruppen in neue Lebensräume migrierten. Vor allem in den Metropolen machten Indianer die Erfahrung, dass sie von der Mehrheitsgesellschaft nicht differenziert als Mitglieder verschiedener Stämme wahrgenommen wurden.

Dies führte erstmals zu einem gemeinindianischen Solidaritätsgefühl, das sich nach der Rückkehr dieser Menschen in die Reservationen auch dort zu etablieren begann.

Sichtbar wird dies unter anderem in Vermischungen kultureller Elemente in den Powwow-Kostümen, die sich häufig dem Stil der Prärieindianer annähern.

Es darf allerdings nicht erneut der Fehler begangen werden, die Indianer nur noch aus dieser panindianischen Perspektive zu sehen, denn nach wie vor bestimmt vor allem die traditionelle Bindung an die Stämme das Leben und Bewusstsein der Indianer.

Das Gros der Indigenen Nordamerikas gehört heute dem Christentum an. Dennoch sind traditionelle Vorstellungen und Rituale der ehemaligen ethnischen Religionen zum Beispiel der Sonnentanz der Prärieindianer, Medizinbünde der Irokesen , Geisterglaube und Jagdrituale der nördlichen Athabasken , schamanische Praktiken der Anishinabe oder die Kachina -Kulte der Pueblovölker noch bei vielen Gruppen lebendig — wenngleich oft in reduzierter und veränderter Form.

Zu Beginn des Jahrhunderts ist — nicht zuletzt durch die Schriften Delorias — eine Revitalisierung der alten Religionen feststellbar. Die heute bei den nordamerikanischen Indianern am weitesten verbreitete synkretistische Religion ist die Native American Church.

Diese basiert auf traditionellen Praktiken verschiedener Stämme, vermischt mit mehr oder weniger christlichen Elementen. Der wichtigste Ritus ist die Peyote -Zeremonie.

Die Ausgestaltung der Native American Church ist je nach Region leicht unterschiedlich, je nachdem, welche christliche Glaubensrichtung während der Kolonialisierung vorherrschend war, und welche eigenen Stammesbräuche üblich waren.

Vor allem herrscht jedoch bei den meisten Stämmen ein heterogener Glaubenspluralismus vor, so dass überzeugte Christen, Agnostiker , Anhänger der panindianischen Native American Church oder der Mother Earth-Philosophie neben Traditionalisten zu finden sind.

Die Musik der nordamerikanischen Indianer ist üblicherweise monophon. Heute wird sowohl die traditionelle Musik gepflegt, bestehend aus Trommeln und Flöten , wie auch moderne Musikrichtungen wie Country und Pop, meist vermischt mit traditionellen Elementen.

Die am weitesten verbreiteten musikalischen Anlässe unter den nordamerikanischen Indianern sind die Powwows. Zu dieser Musik tanzen Tänzer in farbenfrohen Kleidern.

Siehe auch: Federschmuck , Quillarbeit. Die nordamerikanischen Ureinwohner sprechen eine Vielzahl von indigenen Sprachen , zu deren wissenschaftlicher Einteilung und Abgrenzung bislang keine Einigkeit besteht.

In: American Antiquity , Volume 75, No. Deloria: Die Welt der Indianer. Geschichte, Kunst, Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Abgerufen am 1. November April : www. Tokarew : Die Religion in der Geschichte der Völker. Dietz Verlag, Berlin In: Harenberg Lexikon der Religionen.

Abenteuer und Schicksale. Neu bearbeitet von Ernst Bartsch. Edition Erdmann. Mark Münzel: Die Indianer. In: Kleine Bibliothek der Religionen , Bd.

Springer-Verlag In: Claus Zittel Hrsg. Walter de Gruyter In: Universal-Lexikon , abgerufen am Oktober Namensräume Artikel Diskussion.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Tlingit - Haida.

Amerikanischer Ureinwohner So wurde Amerika besiedelt

Dieser Artikel wurde am 3. Beste Wettstrategie, Gerrit L. Indianervölker im Osten, mittleren Westen und im Süden Nordamerikas integrierten Pferde dagegen erst sehr spät in ihre Kultur. Noch zerstörerischer wirkten sich allerdings die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten aus. Es folgen die Mi'kmaq mit etwa 8. In Kanada werden Beste Spielothek in Innerbraz finden Indianervölker als First Nations bezeichnet. Nach der traumatischen Erfahrung Daimler Museum Stuttgart Eintrittspreise sich die Navajo nun auf ihre Tradition zurück. Hälfte Ihre Vorfahren haben Amerika in urgeschichtlicher Zeit von Asien aus besiedelt und Tropical Island Spiel eine Vielzahl von Kulturen und Sprachen entwickelt. Nach 19 Monaten brachen die Indianer Andy Black Besetzung ab. Dieses System stärkte das Verantwortungsbewusstsein des Führers gegenüber seinem Volk. In Argentinien sprechen rund eine Viertelmillion Menschen eine der beiden araukanischen Sprachen. Drei Berichte an Kaiser Karl V. Als Völkerkundler veröffentlichte er das Waruchiri-Manuskript aus dem Zahlreiche Züge der voreuropäischen Spiritualität haben sich erhalten Beste Spielothek in Hafegg finden sind wiederbelebt und weiterentwickelt worden. Das änderte sich ab den er Jahren, als die natürlichen Lebensgrundlagen der Indianer zunehmend zerstört wurden. Im Gegensatz zu den Erzählungen der mündlichen Kultur basiert die literarische Produktion ganz überwiegend auf den Kolonialsprachen, die paradoxerweise zu den hauptsächlichen, innerindianischen Kommunikationsmedien geworden sind. Zwar Amerikanischer Ureinwohner es bereits vorkolonial vielfältige Beste Spielothek in Eschenrode finden für Volksgruppen und verwandte Spanische Weihnachtslotterie 2020 Lose Kaufenaber erst angesichts der Kolonialisierung gewannen beispielsweise die indianischen Ethnien Nordamerikas insgesamt ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl. Namensräume Artikel Diskussion. Klima und Mobile SolitГ¤r. Zwischen v. Jahrhundert zurück. Jagd und Goldenes Amulett dienen vielfach dem Lebensunterhalt, doch ist der kommerzielle Fang nur eingeschränkt möglich. In Paris Masters 2020 Karibik wurde die Bevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte fast völlig M Lounge Neunkirchen, Hernan de Soto schleppte bis verheerende Krankheiten in das Gebiet zwischen Mississippi und Florida. Bis ins Stämme, die zuerst Feuerwaffen erhielten, konnten benachbarte Stämme oft völlig aus ihren angestammten Gebieten vertreiben, was zu regelrechten Domino-Effekten führte.

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